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Übermäßiges Schwitzen – eine Krankheit?

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Schwitzen ist nichts Außergewöhnliches, denn das tut jedermann. Dadurch wird Feuchtigkeit aus dem Körper abgeschieden. Folglich kühlt sich der Körper ab, wenn erhöhte Temperaturen aufzufinden sind, sodass das Schwitzen ein Überhitzen des Körpers verhindert. Zudem wird durch das Schwitzen Hormone und Duftstoffe transportiert, sowie das Ausscheiden von Schadstoffen gewährleistet.

Ausgeschieden wird die Feuchtigkeit aus den Schweißdrüsen. Jeder hat etwa 3 Millionen Schweißdrüsen, wobei sich die meisten in den Achselhöhlen, Handflächen, Fußsohlen oder auf der Stirn befinden.

Bei einigen Menschen kommt es vor, dass sie im Vergleich zu anderen vermehrt schwitzen. Dabei erfolgt das Schwitzen unabhängig von der Temperatur. Das liegt nicht daran, dass die Betroffenen zu viele Schweißdrüsen haben. Die Ursache liegt darin, dass die Botenstoffe die Schweißdrüsen öfter aktivieren. Das passiert zum Beispiel bei Stresssituationen oder auch beim Alkohol trinken.

Am häufigsten kommt Hyperhidrose vor, wenn der Betroffene etwa 25 Jahre alt ist. Aufzufinden ist die völlig nassgeschwitzte Stelle bei den meisten an den Achselhöhlen.
Das kann unangenehme Konsequenzen haben, weil feuchte Haut zu Fußpilz, Hornhautaufweichung oder Warzen führen kann. Da Hyperhidrose eine ernstzunehmende Krankheit ist, sollte man bei Symptomen direkt den Arzt zu informieren. Es ist möglich, dass der Arzt die Hyperhidrose auf eine andere Krankheit zurückführen kann. Schließlich kann eine Schilddrüsenkrankheit, erhöhter Blutzucker, eine Infektion, ein bösartiger Tumor oder eine neurologische Krankheit Hyperhidrose bewirken.

Maßnahmen gegen übermäßiges Schwitzen

Unangenehme Gerüche entstehen vor allem durch übermäßiges Schwitzen. Das hat zur Folge, dass die Betroffenen sich nicht mehr in einen engen Raum trauen und möglichst nahen Kontakt vermeiden. Die Schweißausbrüche sind den meisten Betroffenen unangenehm, weshalb sie auf verschiedene Maßnahmen greifen.

Ein gutes Beispiel zur Gegenmaßnahme sind Deodorants, die eine erhöhte Konzentration an Aluminiumsalzen vorweisen. Diese Aluminiumsalze können die Ausführungsgänge der Schweißdrüsen verstopfen, sodass Schweiß verringert wird. Zwar kann es die Haut dadurch reizen, aber die Irritationen verschwinden nach einiger Zeit.

Eine weitere Maßnahme, die Ärzte gerne einsetzen, ist Strom. Die anfälligen Stellen werden in Wasser eingetaucht und Elektroden werden hinzugefügt. Es entsteht ein leichtes Kribbeln. Wenn man diese Methode selbst durchführen will, muss man sich vorher intensiv damit beschäftigen, wie stark die Elektroden eingesetzt werden dürfen.

Nicht immer wirken diese Maßnahmen, sodass der Betroffene zur chirurgischen Hilfe greifen muss. Zuvor sollte er sich zum Beispiel hier informieren, welche Methoden angewendet werden können. Eine Methode der Chirurgie ist die Behandlung mit Botox, das heißt Botox wird in die Schweißdrüsen gespritzt. Infolgedessen sind die Stellen gelähmt, womit das Schwitzen verringert oder sogar verhindert werden kann. Die Lähmung lässt nach einiger Zeit nach, sodass diese Maßnahme nur kurzfristig hilft. Langfristig hilft die Methode der Schweißdrüsenabsaugung. Die Schweißdrüsen werden abgeschabt, indem Einstiche getätigt werden und das Gewebe danach abgesaugt wird.