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Die wichtigsten Food-Trends 2014

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Bubble Tea, Cupcake oder die Currywurst – sie alle wurden eines Tages erfunden und haben Gourmets in aller Welt begeistert. Mittlerweile sind diese Innovationen in vielen Rezeptbüchern zu finden. Auch in diesem Jahr gab es kulinarische Highlights, die das Essverhalten nachhaltig geprägt haben. Eine Übersicht.

Donut-Croissant-Hybrid: Der Cronut

Seinen Siegeszug um die Welt trat das Trendgebäck Cronut in New York, im Szenestadtteil SoHo an. Hier wurde es von dem Bäcker Dominique Amsel erfunden. Der Cronut – das ist eine Kombination aus amerikanischem Donut und französischem Croissant. Damit der Blätterteig extra fluffig wird, muss er einige Tage ruhen, bevor er verarbeitet werden kann. Danach wird er in Traubenöl frittiert und mit einer leckeren Creme gefüllt. Jeden Monat erhält der Cronut eine andere, leckere Creme, über die die Fans im Internet sogar abstimmen können. Um Begehrlichkeiten bei der Kundschaft zu wecken, verknappt Amsel das Cronut-Angebot künstlich. Jeden Morgen werden nur 200 Stück hergestellt, nach einer halben Stunden sind alle Stücke ausverkauft. Ende des Jahres besitzt der Cronut sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag, das Originalrezept ist patentiert. Gesund ist der runde Teigkringel übrigens überhaupt nicht. Mit satten 500 Kalorien belastet er das Energiekonto ganz ordentlich. Im Sommer 2014 könnte ein weiterer amerikanischer Trend nach Deutschland kommen – die Snow Cream. Die kleinen aromatisierten Eisquadrate stammen ursprünglich aus Taiwan und könnten den beliebten Frozen Yoghurt im nächsten Jahr den Rang ablaufen.

Vegane Ernährung boomt

2013 war das Jahr der pflanzlichen Ernährung. Waren sie vor einem Jahrzehnt noch Exoten, gelten Veganer spätestens seit 2014 als hip. Vor allem Großstädter ließen sich von der Philosophie überzeugen. Laut einer RBB-Recherche kommen in Berlin, Hamburg und Co. jeden Tag 200 neue Veganer hinzu. Vor allem die Hauptstadt hat sich zu einem Mekka der Veganer entwickelt. Hier entstehen immer mehr Cafés und Restaurants, in denen ausschließlich vegane Speisen angeboten werden, auch vegane Supermärkte finden immer mehr Kunden. Beim High-End-Veganismus geht es zwar noch immer um artgerechte Tierhaltung, zunehmend aber auch um eine gesunde Ernährung. Dass immer mehr Deutsche Gefallen an der Ernährungsweise finden, zeigte sich auch an den Kochbuch-Charts. Das erfolgreichste Rezeptbuch in diesem Jahr war „Vegan for fit“ von Attila Hildman, in die Top 15 2013 schaffte es außerdem „La Veganista“ und „Vegan for Fun“, ein weiterer Hildman-Titel. Zum Vergleich: Noch vor einem Jahr war kein einziges veganes Kochbuch in den Jahrescharts vertreten.

Paleo-Diät: Essen wie die Steinzeitmenschen

Weniger ist mehr, lautet auch das Motto bei der Paleo-Diät, die dieses Jahr ebenfalls ihren vorläufigen Höhepunkt erlebte. Sie orientiert sich an den Gewohnheiten der Altsteinzeitmenschen und soll im Idealfall lebenslang durchgeführt werden. Neben Fisch, Meeresfrüchten und Fleisch stehen vor allem viel frisches Gemüse, Obst sowie Nüsse und Kräuter auf dem Speiseplan. Jegliche industriell verarbeitete Lebensmittel sind genauso tabu wie Getreideprodukte wie Brot, Nudeln oder Kuchen. Auch Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Zucker, Alkohol und pflanzliche Öle sollen vermieden werden. Wer lange durchhält, soll gesünder werden. So soll die Paleo-Diät nicht nur beim Abnehmen helfen, auch bei der Diabetes-Vorbeugung und der Bekämpfung von Bluthochdruck soll sie Erfolge zeigen. Nicht ganz so radikal war der Trend zu kleineren Mahlzeiten – der Gegenentwurf zum All-you-can-eat-Prinzip.

Die weitere Entwicklung

Convenience-Food liegt zwar nach wie vor im Trend, doch immer mehr Verbraucher wünschen sich mehr Qualität von den praktischen Mahlzeiten. Auch Gesundes soll nach einer Studie der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) öfter in der Packung liegen. Überhaupt steigt der Anspruch an Lebensmittel. Nicht nur der Preis entscheidet über den Kauf, mittlerweile kauft jeder Vierte ethisch ein. Fair gehandelte, nachhaltig hergestellte Produkte und Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren wird in der zweiten Hälfte 2014 noch mehr an Bedeutung gewinnen. Daneben wird sogenanntes Fusion-Food wichtiger. Hierbei werden zwei verschiedene Lebensmittel miteinander kombiniert, auf der Essener Messe im Oktober 2013 war etwa eine Currywurst im Pasta-Mantel zu sehen. Außerdem steigt die Nachfrage nach „frei von“-Produkten weiter an.