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Die Plagegeister des Spätsommers

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Bis die Blätter von den Bäumen fallen und die Temperaturen zunehmend kühler werden, liegt jahreszeitlich noch ein Spätsommer vor uns. Wir erfreuen uns an warmen und noch recht sonnigen Tagen und genießen dabei so viel Zeit wie möglich an der frischen Luft. Schließlich gilt es für die kühle Herbst- und Winterphase noch einmal aufzutanken und den Vitamin D Speicher durch Sonnenlicht auf der Haut aufzufüllen. Wenn da nur nicht die unzähligen kleinen Plagegeister wären, die uns den Aufenthalt im Freien vergällen. Auch sie mobilisieren vor der kühlen Jahreszeit noch einmal ihre Kräfte für den Nestbau und die nächste Generation.

Stachelbewehrte Insekten auf der Suche nach Süßem

Zu den aufdringlichsten Spezies zählt die Wespe. Besonders im Herbst haben die räuberischen Insekten Hochkonjunktur, denn nun stellen die in Deutschland weitverbreitete Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe ihren Ernährungsplan von Eiweiß auf Zucker um. Wenn die gebänderten Insekten dann um den Kuchen oder die Limonade herumschwirren, suchen sie Nahrung. Wer dann wie wild um sich schlägt, riskiert einen Stich. Denn die Insekten fühlen sich dann bedroht und wehren sich mit einem schmerzhaften Stich, der für Allergiker sogar gefährlich werden kann. Daher gilt es, Ruhe zu bewahren, die Süßwaren abzudecken und die Wespe nur sanft wegzuschieben. Mit diesen wenigen und einfach umzusetzenden Maßnahmen genießen Sie den Spätsommer trotz Wespen auf Ihrem Balkon oder im eigenen Garten.

Lauernde Blutsauger auf der Wiese

Strahlende Sonne, die ersten braunen Blätter und angenehme Temperaturen. Dann heißt es: Nichts wie raus und die letzten wärmenden Sonnenstrahlen des Jahres nutzen. Auf einer Decke im Park oder im Freibad lässt es sich herrlich genießen, bis dann am Abend auf einmal komische rote Flecken mit starkem Juckreiz auf der Haut erscheinen. Verursacht werden die Hautrötungen durch ein kleines Insekt, dass auf der grünen Wiese auf seine Opfer lauert. Die Rede ist von der Grasmilbe, die auch als Erntemilbe, Herbstmilbe, Herbstlaus und Herbstgrasmilbe bezeichnet wird. Sie ist nur wenigen Menschen ein Begriff, aber wer einmal die Bekanntschaft mit der Milbe gemacht hat, lässt künftig Vorsicht walten. Die kleinen orangeroten Spinnentiere beginnen ihren Lebenszyklus als winzige Larve. Im Frühjahr kriechen die Larven der Grasmilbe aus dem Boden und lauern dann auf den Enden der Grashalme trockener Rasenflächen auf vorbeikommende Opfer. Die Bisse der Larven verursachen dicke rote Quaddeln, die bis zu zwei Wochen lang extrem jucken.

Wer sich vor den kleinen Monstern wirksam schützen will, sollte es vermeiden barfuß über trockene Graswiesen zu laufen. Kurz gehaltene Grasflächen und ein Kleidungsstil, bei dem die Füße in festem Schuhwerk und die Hose in den Socken steckt, verhindern, dass die kleinen Beißerchen an die Haut kommen. Auch Repellent-Präparate und Teebaumöl helfen, um bloße Hautstellen zu schützen. Wer nach einem Aufenthalt im Freien die Quaddeln am Körper bemerkt, braucht sich keine Sorgen zu machen. Die Larven fallen nach ihrer Mahlzeit ab, es gilt also lediglich, den extremen Juckreiz zu lindern. Dies lässt sich mit kühlenden und antiallergischen Gelen erreichen. Auch wenn es noch so sehr juckt, kratzen Sie nicht, dann dadurch kann es zu Infektionen kommen.

Die Berichte über schmerzhafte und entzündete Mückenstiche häufen sich

Beim Sport im Freien kann es ebenso wie bei anderen Aktivitäten an der frischen Luft zu unliebsamen Begegnungen mit blutsaugenden Insekten kommen. Auf dem Land oder in der Nähe von Stallungen finden sich große Pferdebremsen. Das sind Fliegen, die für ihre Brut das Blut von Säugetieren saugen. Daher können sie auch Menschen stechen. Da die Insekten lautlos unterwegs sind, bemerkt man die Bremse meist erst, wenn sie gerade zusticht. Der Stich verursacht Juckreiz und eine große Quaddel, die bis zu zwei Wochen erhalten bleibt. Der Klassiker unter den Blutsaugern ist allerdings die Steckmücke. Hier stechen nur die Weibchen die Menschen, um Nahrung für ihre Nachkommen zu haben. In letzter Zeit häufen sich Berichte, bei denen immer mehr Menschen extreme Quaddeln nach einem Mückenstich ausbilden, die infektiös bis hin zur Blutvergiftung verlaufen. In so einem Fall hilft nur der schnelle Gang zum Arzt.

Lange Bekleidung und Repellent-Präparate schützen die Haut

Generell sollte man, so schwer es auch fällt, beim Aufenthalt im Freien die Haut mit langer Bekleidung bedecken. Repellentien schützen die freiliegenden Hautstellen. Wer bereits einen Biss oder einen Stich erlitten hat, kühlt die Stelle mit Gelen und Salben. Kratzen sollte man auch bei starkem Juckreiz vermeiden, denn dadurch kann es zu Infektionen kommen.