Cannabis

Cannabis und die Wirkung der Droge auf unseren Körper

Das bewusstseinserweiternde Cannabis wird aus den zwei Gattungen des Hanfes Cannabis Indica, beziehungsweise Cannabis Sativa hervorgebracht.

Dabei werden die getrockneten Blütenblätter, die im gesellschaftlichen Gebrauch Marihuana genannt werden, und das getrocknete Harz der Drüsenhaare des Cannabis, das unter Anderem als Haschisch bezeichnet wird, auf unterschiedlichste Weise konsumiert.

Cannabis kann zudem in Form des sehr seltenen Haschischöls, welches durch das Einweichen, Filtern und Eindämpfen von mit Cannabis versetzten Lösungsmitteln hergestellt wird, konsumiert werden. Das Haschischöl hat eine dunkelgrüne bis schwarze Farbgebung und einen fauligen Geruch.

Bei Cannabis lässt sich zudem bei der Trocknung von Marihuana erkennen, ob es sich um braune, da fermentierte oder grüne, luftgetrocknete Blüten handelt. Zudem sind unterschiedlichste Züchtungen der Pflanze Cannabis erhältlich.

Allen Sorten von Cannabis ist gemein, dass die weiblichen Pflanzen einen höheren Anteil des Wirkstoffs Tetrahydrocannabinol, kurz THC, aufweisen. Das Konsumieren des Cannabis erfolgt zumeist durch das Rauchen in einem Gemisch mit Tabak, wobei hierdurch eine Rauschwirkung nach wenigen Sekunden eintritt und ungefähr zwei bis drei Stunden andauert.

Cannabis kann jedoch auch oral verzehrt werden. Dabei tritt die Wirkung des Rausches nach ungefähr einer bis zwei Stunden ein und zieht sich, je nach Fülle des Magens, bis zu fünf Stunden. Diese Methode ist aufgrund ihrer schlechten Dosierbarkeit jedoch zu unangenehmen Rauschwirkungen und -ausschweifungen prädestiniert. Eine Überdosierung, die zum Tode führt, kann durch den Konsum von Cannabis nicht erzielt werden.

Der Rausch von Cannabis ist entspannend, wobei das Hungergefühl angeregt und die vorherrschende mentale Verfassung dem Konsumenten betont werden kann. Gefühle, wie exemplarisch Hemmungen, Angst, Ausgelassenheit, Heiterkeit und Scham, können parallel oder unmittelbar folgend eintreten.

Zusätzlich wird das bildliche Vorstellungsvermögen und das Wahrnehmen von Geräuschen durch den Konsum von Cannabis verstärkt. Cannabis verändert darüber hinaus das bewusste Zeitgefühl und das rational logische Denken weicht einem intuitiv subtilen Bewusstsein.

Selten treten nach der Einnahme von Cannabis Halluzinationen auf. Dieser Zustand wird zumeist bei sehr starken Sorten oder sehr hoher Dosierung erlangt und wird dem Rausch der klassischen Halluzinogenen gleichgesetzt, wobei beeinträchtigende physische Unwohlgefühle geschildert werden.

Der Abbau von Cannabis erfolgt innerhalb von ungefähr acht Stunden durch die Organe Darm, Niere und über die Leber oxidativ. Da das Tetrahydrocannabinol fast ausschließlich fettlöslich ist, können die nicht psychoaktiven Abbaustoffe des THC auf unbestimmte Zeit im Fettgewebe des Körpers nachgewiesen werden.

Bei einmaligem Konsum von Cannabis kann ein Nachweis per handelsüblichen Drogentest innerhalb von zwölf Tagen positiv ausfallen. Jedoch ist ein Nachweis beim regelmäßigen Konsum in der Regel bis zu vier Wochen positiv. Bei einer Haaranalyse allerdings ist der Abbaustoff des Cannabis, das Cannabismetabolyten je nach Haarlänge bis zu sechs Monaten verifizierbar.

Bei dieser Methodik des Attestierens des Konsums von Produkten aus Cannabis benötigt das jeweilige Institut circa fünfzig Gramm Haare aus einer Kopfregion, die vor der Entnahme fixiert wird, damit sich die Haarstränen nicht untereinander verschieben.

Das Cannabis umgibt eine mystische Aura der Dämonisierung der Sucht erzeugenden Droge und der Gesundheit dienlichen Medizin. Faktisch verbietet das Gesetz der Bundesrepublik Deutschland jeglichen Besitz von Cannabis, wobei jedoch mittlerweile zum Zweck der Therapie von psychischen Krankheiten und Tumorerkrankungen Ausnahmegenehmigungen an Bürger juristisch erteilt werden können. Der Wirkstoff des Cannabis, das THC, wird hierbei synthetisch als medizinisches Präparat zur Behandlung verwendet.