Asanas

Asanas ist eine Form des Yoga, bei welchem hauptsächlich statische Körperhaltungen ausgeführt werden. In den westlichen Hemisphären wird meist mit Yoga diese Art des meditativen körperlichen Trainings assoziiert.

Asanas ist dabei die dritte von acht Stufen des Raja Yogas, welches auch unter den Namen Ashanga Yoga und Kriva Yoga bekannt ist. Die einzelnen Stellungen bei dieser Form des Yoga werden Asanas genannt. Von ihnen gibt es unzählige Variationen und Vorübungen. Von über 84 000 verschiedenen Asanas wird in diversen Schriften berichtet.
Allen Asanas ist gemeinsam, dass bei deren Ausübung die richtige Ausführung, die das Hineingehen in die Stellung, das korrekte Durchführen der Atmung, die bewusste Körperhaltung und das Auflösen der Figur beinhalten, ungemein wichtig ist.

Dabei kommt es bei den einzelnen Asanas auf zwei Qualitäten bei der Ausführung an. Zum einen sollten sie mit einer gewissen Leichtigkeit und zum anderen mit Stabilität, stihram- stukham genannt, ausgeübt werden.

Zweckmäßig ist es gerade bei Asanas, welche speziell für den Muskelaufbau gedacht sind und die Muskulatur trainieren, den Atmungsrhythmus, der für diese Übungen verlangt wird, auszuführen. Asanas beinhaltet nämlich nicht nur das Ausführen einer besonderen Bewegungsfigur, sondern auch die dazugehörige Atemtechnik.

Somit trainieren Asanas nicht nur die körperliche Beweglichkeit und die fundamentale Körperkraft, sondern zudem eine gute Beherrschung des Leibes. Außerdem werden den unterschiedlichen Asanas durch die Verbindung von Atmung und Körperhaltung eine Harmonisierung zwischen Körper und Geist zugeschrieben.

Jedoch ist es eher essentiell durch die Asanas eine spirituelle Fülle zu erleben, anstatt die perfekte Ausführung der einzelnen Figuren zu erreichen, denn, so sagt eine alte Weisheit der Meister dieses Fachs, Yoga ist kein Wettbewerb.