Yoga

Die uralte indische Lebensphilosophie Yoga erringt in unseren westlichen Kultursphären steigender Beliebtheit. Yoga, dessen Begriffsdefinition Vereinigung und Integration bedeutet, umfasst sechs klassische Schulen, denen gemein ist, dass sie die Fähigkeit der körperlichen respektive mentalen Askese trainieren.

Diese sechs klassischen Schulen des Yoga haben trotzdem sehr unterschiedliche Philosophien und Praxen. So gibt es beispielsweise in jeder Schule des Yoga variierende Stufen. Das Raja Yoga unterteilt sich beispielsweise in folgende acht Glieder: Yama, Niyama, Asana, Pranayama, Pratyahara, Dharana, Dhyana und Samadhi.

In westlichen Hemisphären stellt man sich oftmals unter dem Begriff Yoga jeglich die Übungen zur Schulung des Körpers vor, die in Fachkreisen Asanas, beziehungsweise Yogasanas, genannt werden. Doch auch die Askese, Meditation und Atemübungen umfasst die indische Philosophie des Yogas.

Erstmalige Erwähnungen der Kunst des Yoga lassen sich auf circa 700 vor Christus datieren und beschreiben Atemübungen, beziehungsweise die Meditation als Hilfe, um die Sinne durch Isolation von der Außenwelt zu schärfen. Diese beschriebenen Übungen enthalten schon die wesentlichen Bestandteile des sich später kontinuierlich erweiternden Systems des Yoga.

Die uralte Philosophie weitete sich in verschiedensten indischen Lehren aus und ist zum Beispiel integrierter Bestandteil des Hinduismus und wird ergänzend mit Ayurveda angewandt.

Da sich Yoga positiv mit spürbarem Effekt auf die physische und psychische Gesundheit auswirkt, wird es heutzutage im Okzident als Ergänzung zur klassischen Schulmedizin verwendet.

Kosten für das Besuchen eines Kurses in Yoga kann in Deutschland so unter anderem von der Krankenkasse getragen werden, da es mittlerweile ein anerkanntes Prinzip zur Prävention von stressbedingten Erkrankungen und typischen Risiken unserer Gesellschaft, wie Rückenbeschwerden und Durchblutungsstörungen, ist.