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Wider den Stress: Monotasking

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In der Ruhe liegt die Kraft… oder doch im Fokus?

Multitasking ist das neue Zauberwort der schnelllebigen Zeit, alles muss möglichst schnell erledigt werden, damit das überhaupt möglich wird, müssen viele berufliche Abläufe parallel erledigt werden. Nicht nur der Produktivität tut dies nicht gut, auch die Psyche leidet unter der Mehrfachbelastung.

Erfinder der Monotasking-Bewegung ist der italienische Designer Paolo Cardini, der eine Smartphone-Hülle entwickelte. Da diese jeweils andere Teile des Displays auf dem Telefon abdeckt, wird der Nutzer gezwungen, sich auf eine einzelne Funktion zu konzentrieren. Der Gedanke hinter der Idee: Telefonnutzer sollen die Umwelt wieder mehr wahrnehmen und sich in Ruhe auf eine Sache konzentrieren. Keine schlechte Idee greift doch das Multitasking immer weiter um sich. Amerikaner nennen diese Entwicklung „Dynaxity“, eine Kombination aus Dynamik und Komplexität, kurzum: Die Welt wird immer schneller und komplexer.
Während der Arbeitszeit werden Mails gelesen, Telefonate angenommen und im Internet recherchiert. Auch im Privaten ist der Zwang zu parallelen Abläufen groß: Kochen, Fernsehschauen, Kindererziehung und Musikhören – alles gleichzeitig. Da jedoch nur etwa zwei Prozent der Weltbevölkerung, die sogenannten Super Tasker, in der Lage sind, verschiedene Aktivitäten zur selben Zeit auszuüben, nimmt der Stress bei vielen zu. Der aktuelle Stressreport der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zeigt, dass viele Arbeitnehmer überfordert sind.

Multitasking vs. Monotasking

Der Stress durch Multitasking hat sogar körperliche Auswirkungen, der Cortisolspiegel im Blut steigt an, außerdem verkleinert sich der Hippocampus; jenes Gehirnareal, das für das Lernen und das Gedächtnis zuständig ist. Zudem vervielfachen sich Unfälle, vor allem kreative Aufgaben werden weniger gut ausgeführt. Die Regeln beim Monotasking lauten Entschleunigung und Achtsamkeit. Indem eine Aufgabe bis zum Schluss erledigt wird, kann diese nicht nur schneller, sondern auch qualitativ besser zum Abschluss gebracht werden. So sollte etwa das Handy beim Arbeiten komplett ausgeschaltet bleiben, E-Mails nur zu bestimmten Zeiten gelesen werden. Auch ein Tagesplan hilft, dem Chaos Herr zu werden. Hier sind Zeitpuffer Pflicht, umso größer diese sind, desto geringer ist das Risiko, in Panik zu geraten, wenn Unvorhergesehenes dazwischenkommt. Eine ruhige Umgebung und Rückzugsgebiete schaffen ebenfalls ideale Bedingungen für einen produktiven Arbeitstag.

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