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Stricken als Lifestyle: Immer mehr junge Menschen entdecken die Lust der Maschen

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Training für die linke Gehirnhälfte

Immer mehr, auch junge Menschen hängen an der (Strick-)Nadel. Vormals eher mit älteren Damen und Hausfrauen in Verbindung gebracht wird das Stricken immer mehr zum modernen Lifestyle, der auch Jüngere und sogar Männer in den Bann zieht. Von Häkelgruppen über Guerillastricker hin zu Internetcommunitys – der Neostricker ist cool, umweltbewusst und schätzt das Selbstgemachte.

Was einst pure Notwendigkeit war, schließlich boten selbstgestrickte Pullis und Socken eine günstige Methode des Einkleidens, hat sich zu einer eigenständigen Bewegung entwickelt. Stricker sind Bestandteil der Do-it-yourself-Bewegung, die einen Gegenentwurf zur schnelllebigen Konsumgesellschaft darstellt. Aktuelle Zahlen der „Initiative Handarbeit“ zeigen, dass die Verkäufe von Handstrickgarn in den letzten Jahren stetig angestiegen sind. Verstehen kann man die Lust am Maschen-Hobby. In einer von Maschinen und PCs beherrschten Welt ist es ein schönes Gefühl mit den eigenen Händen etwas zu erschaffen. Zudem bietet es einen Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag, Studien zeigen, dass das Klackern der Nadeln gegen Bluthochdruck helfen soll. Auch soll es der linken Gehirnhälfte helfen Gedankengänge besser miteinander zu verknüpfen. Profis erreichen beim Stricken gar einen meditativen Zustand. Immer mehr verkaufen ihre Kreationen auch im Internet, Portale wie Etsy und Dawanda nehmen an Beliebtheit zu, im Internet boomen Blogs, Communitys und Video-Anleitungen, die sich mit dem Stricken auseinandersetzen. Neben zahlreichen Basteleien und den dazu passenden Workshops rund um Glasmosaik, Filzen, Stricken, etc., gibt es in der Taunusgallerie Usingen erlesenes Strickgarn und Wolle.

Auswüchse der Strick-Bewegung

Liebhaber der Handarbeit sind sehr soziale Wesen, sie treffen sich zum gemeinsamen Stricken und Erfahrungsaustausch, sie werden zu Aktivisten und schaffen Pullis für Pinguine in Australien. Die wärmenden Kleidungsstücke retten die Meeresbewohner, wenn sie aus ölverseuchten Gebieten befreit werden. Die sogenannten Strickguerillas oder Urban Knitters machen mit farbenfrohen Aktionen auf aktuelle Themen aufmerksam, Laternen, Fahrräder oder Busse werden eingestrickt. In immer mehr Städten werden zudem Strick-Caf√©s eröffnet, hier können die Stricker zusammensitzen, neue Muster austauschen, sich unterhalten und nebenbei einen wärmenden Kaffee trinken. Wer lieber zuhause bleibt, kann sich in der englischsprachigen Strick-Community Ravelry anmelden. Damit ein neuer Winterschal nicht ganz so lange dauert und auch Anfänger schneller Erfolgserlebnisse haben, empfehlen Experten derzeit übrigens dicke Garne. So müssen weniger Maschen gestrickt werden, der Schal ist schneller einsatzbereit.

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