Sport
Fitness-News vom 16.02.2012

Bei den derzeitigen Temperaturen verzichten laut einer aktuellen Forsa-Umfrage ungefähr 40 Prozent der Deutschen auf sportliche Aktivitäten im Freien.

Viele sind sich nicht sicher, was es bei bis zu zweistelligen Minusgraden zu beachten gibt und haben Angst ihrer Gesundheit zu schaden. Doch wenn man einige Grundregeln beachtet, sind diese Bedenken unbegründet. Wir zeigen, worauf es im Winter besonders ankommt.

Vor dem Training sollte man sich, genau wie im Sommer, ordentlich aufwärmen. Das erhöht die Körpertemperatur und hilft die Durchblutung zu steigern, wodurch die Muskeln besser mit Nährstoffen versorgt werden. Jedoch ist die Annahme, dass man sich aufgrund der geringen Temperaturen besonders intensiv aufwärmen sollte, nicht korrekt. Besser ist es, sich spezielle Funktionskleidung zuzulegen. Diese transportiert, anders als Baumwolle, den Schweiß vom Körper weg, wodurch dieser trocken und warm bleibt. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass die beste Funktionskleidung nichts nützt, wenn man darüber einen dicken Winteranorak trägt. Darunter staut sich die Feuchtigkeit, wodurch es zum Auskühlen des Körpers kommt. Somit ist ebenfalls eine spezielle Funktionsjacke zu empfehlen.

Allgemein sollte man sich an das viel zitierte Prinzip des Zwiebel-Looks halten, da sich hierbei zwischen den einzelnen Bekleidungsschichten Luftpolster bilden können, welche das Auskühlen des Körpers deutlich verlangsamen. Sollte es dennoch mal zu leichten Erfrierungserscheinungen kommen, welche sich durch Taubheitsgefühle äußern, ist es nicht ratsam, die betroffenen Körperteile mittels Reibung zu erwärmen. Dadurch schädigt man das Gewebe mehr, als das es hilft. Besser ist es bei kalten Fingern, diese unter die Arme, nah an den Körper zu stecken und kalte Zehen mit Hilfe von lauwarmen Wasser langsam wieder zu erwärmen.

Die Bedenken, dass man durch kalte Luft im Winter schneller krank wird, sind bei der richtigen Atemtechnik unbegründet. Wichtig ist es, durch die Nase einzuatmen, wodurch die Luft auf dem Weg zur Lunge genügend Zeit hat, sich zu erwärmen. Während des Trainings sollte man darauf achten, seinem Körper nicht zu viel abzuverlangen. Zu hohe Belastungen wirken ähnlich wie Schlafmangel oder Stress und erhöhen das Infektionsrisiko. Laut Experten sind Sportler im Winter auch nicht anfälliger für Verletzungen, solang die erklärten Grundlagen beachtet werden.

So lässt sich mit Hilfe von A.B.B.A. – Aufwärmen, richtige Bekleidung, geringe Belastung, richtige Atmung – der Sport auch während der kalten Jahreszeit genießen und hilft, die Gesundheit zu erhalten.

Quelle: News.de

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