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Käse für gesunde Zähne

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Geringer pH-Wert im Mund schützt Zahnschmelz

Plinius, ein römischer Gelehrter, schuf die bekannte Weisheit, dass Käse den Magen schließt und so die Verdauung verbessert. Doch nicht nur auf das Sättigungsgefühl hat das leckere Milchprodukt einen positiven Einfluss, auch die Zähne danken den Käsegenuss.

Eine Untersuchung unter der Leitung des Zahnforschers Vipul Yadav kommt zu dem Ergebnis, dass Käse das Säuremilieu im Mundraum positiv beeinflusst und so vor Karies schützen kann. Er hatte 68 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 15 Jahren nach dem Zufallsprinzip in drei Gruppen eingeteilt. Die Teilnehmer sollten jeweils Cheddarkäse essen, Milch trinken oder zuckerfreien Joghurt zu sich nehmen, danach wurde der Mund mit Wasser ausgespült. Anschließend maß der Experte den pH-Wert im Mund, dieser gibt Aufschluss über die Säurezusammensetzung im Mundraum. Ein saurer Wert wird als eher schlecht für die Zahngesundheit bewertet, er begünstigt den Abbau von Zahnschmelz, der nun weniger geschützte Zahn ist anfälliger für Bakterien und entwickelt schneller Karies. Ein normaler pH-Wert liegt bei etwa 7. Während der Konsum von Milch und Joghurt keinerlei Einfluss auf den pH-Wert hatte, stieg er nach dem Genuss von Käse stark an. Der Forscher vermutet, dass das Kauen des Milchprodukts eine stärkere Speichelproduktion fördert, außerdem könnten die im Käse enthaltenen Substanzen vor Säuren schützen. Die Ergebnisse wurden im Fachblatt der „Academy of General Dentistry“ (AGD) veröffentlicht.

Zahnfreund Käse

Dass Käse nicht nur lecker, sondern auch sehr zahnfreundlich ist, ist keine neue Erkenntnis. So enthält das Milcherzeugnis nicht nur das Protein Kasein, sondern auch viel Kalzium und Phosphat, die den Zahnschmelz stärken. Besonders fettreicher Käse tut den Zähnen gut, denn Fett und Eiweiße legen sich wie ein Schutzfilm um die Zähne und schützen diese so vor schädlichen Bakterien. Vor allem Hartkäsesorten wie Cheddar, Gouda oder Appenzeller eignen sich zur Kariesvorbeugung. Statt eines Desserts kann ein Menü also zukünftig mit einer Käseplatte beendet werden, die in Frankreich beliebte Dessertalternative unterstützt nicht nur die Verdauung, sondern fördert auch die Remineralisierung der Zähne. Noch besser ist jedoch grüner und schwarzer Tee geeignet. Der Tee enthält Gerbstoffe, die das Bakterienwachstum im Mund hemmen. Leider werden die Zähne vom schwarzen Tee nach und nach verfärbt. Hier kann ein Bleaching abhilfe schaffen. Bei Fragen zum Bleaching hier klicken. Fisch und Hülsenfrüchte sind ebenfalls geeignet, denn sie enthalten Fluor, das den Zahnschmelz stärkt. Eine besondere Rolle spielt aber der Speichel, der Bakterien fortspült und Säuren neutralisiert. Wer nach dem Essen Kaugummi kaut oder Zahnpflegebonbons genießt, tut viel für die Gesundheit seiner Zähne. Das Zähneputzen können Käse und Co. aber auch nicht ersetzen, das feste Milchprodukt kann die Wartezeit bis zum Putzen jedoch verkürzen. Wurden säurehaltige Lebensmittel gegessen, sollte diese mindestens 30 Minuten betragen.

Wärend einige Nahrungsmittel unseren Zähnen gut bekommen…

  • Käse mit den Wirkstoffen: Kasein, Kalzium und Phosphate
  • Mineralwasser, grüner und schwarzer Tee fluoridreiches Speisesalz, Hülsenfrüchte, Fisch mit dem Wirkstoff: Fluor (härtet die Zahnsubstanz)
  • Kaugummis, ohne Zucker (zur Anregung der Speichelproduktion im Mund)

…greift andere Nahrung unsere Zahnsubstanz an

  • zuckerhaltige Speisen und Getränke
  • säurehaltiges Obst
  • säurehaltige Getränke, wie z.B. Obstsäfte, Wein
  • Spinat (aufgrund der Oxalsäure)

Kariesbakterien unschädlich machen

Die Mundhöhle ist ein komplexes System, mehr als 300 verschiedene Bakterienarten tummeln sich hier. Viele dieser Mikroorganismen sind überaus nützlich, sie fördern etwa die Verdauung, die ja bereits im Mund beginnt. Andere wiederum haften sich an die Zahnoberfläche des Zahns und bilden hier in kürzester Zeit den gefürchteten Zahnbelag (Plaque), vor allem die Kariesbakterien Streptococcus mutans sind für Zahnbelag verantwortlich. Menschen, die besonders viele dieser Kariesbakterien im Mund haben, haben ein erhöhtes Risiko für Löcher in den Zähnen und angegriffenen Zahnschmelz. Auch Liebhaber süßer Snacks und zwischen-den-Mahlzeiten-Esser sollten regelmäßig zum Zahnarzt gehen, denn die Kombination aus Zucker und Bakterien ergeben eine gefährliche Mischung. Sind besonders viele Kariesbakterien vorhanden, wird der Zucker aus Softdrinks oder Süßigkeiten im Mund zu Säuren verstoffwechselt. Die Säuren wiederum lassen nicht nur den pH-Wert im Mund absinken, sondern schaden auch dem Zahn. Eine besondere Rolle im Schutz vor Zahnkrankheiten nimmt der Speichel ein. Er sorgt dafür, dass dem Zahn die durch Essensäuren entzogenen Mineralstoffe Kalzium und Phosphat wieder zugeführt werden. Noch besser kann der Speichel wirken, wenn kein Zahnbelag an den Zähnen haftet. Besonders kräftiges Kauen fördert den Speichelfluss, auf diese Weise ist der Speichel besonders reich an zahngesundheitsfördernden Mineralien.

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