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Gefahr von Schmerztabletten unterschätzt

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Der Schädel brummt, der Zahn pocht? Erstmal eine Schmerztablette einwerfen. Und auch bei Beschwerden im Unterleib oder bei Erkältungen greifen viele sorglos zu den rezeptfreien Medikamenten, die rasche Besserung versprechen und dabei ach so harmlos daher kommen. Die Gefahren werden dabei unterschätzt, weshalb nun Maßnahmen ergriffen werden sollen.

Schmerztabletten gehören in jede ordentlich bestückte Hausapotheke, damit sie für den Notfall griffbereit sind. Ohne Rezept bekommt man diese Mittel mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen in der Apotheke. Warnhinweise hingegen bekommt man selten dazu. Zwar muss im Beipackzettel auf Risiken hingewiesen werden. Aber wer liest diesen schon bei so geläufigen frei erhältlichen Arzneien? Nicht zuletzt durch Werbung wird vermittelt, die Einnahme sei völlig unbedenklich. Dass die Präparate rezeptfrei erhältlich sind, bedeutet aber nicht gleichzeitig, dass es sich um harmlose Pillen handelt. Eine Überdosierung, wie sie leicht erreicht werden kann bei starken, lang anhaltenden Schmerzen, kann die Organe schädigen und zu gefährlichen Vergiftungserscheinungen führen. Forderungen nach kleineren Packungen werden deshalb laut.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte ist ernsthaft besorgt und möchte die Bevölkerung über die Gefahren aufklären. Eine Maßnahme künftig unbeabsichtigte Überdosierungen zu vermeiden solle sein, die Packungsgrößen so festzulegen, dass nicht mehr als vier Tage damit überbrückt werden können. Bei dem Wirkstoff Paracetamol ist man bereits 2009 diesen Schritt gegangen, da hier bereits das Doppelte der Tageshöchstdosis toxisch wirkt. Deshalb wird gefordert, die entsprechenden Schmerzmittel unter die Verschreibungspflicht zu stellen. Besonders riskant sei Paracetamol für Patienten mit Leberschäden.

Dass eine Überdosierung von schmerzstillenden Präparaten zu Vergiftungen führen kann, ist die eine Seite. Die andere, nicht minder bedenkliche ist, dass sich bei regelmäßiger Einnahme die Symptome sogar verschlimmern, die man damit bekämpft. Folglich werden noch mehr Schmerztabletten geschluckt. Ob jedoch kleinere Packungen wirklich die Lösung sind, ist fraglich. Letztlich gibt es Wege und Mittel, trotzdem an die gewünschte Menge heranzukommen.

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Kommentare zu Gefahr von Schmerztabletten unterschätzt

Man kann nur jedem Patienten und Konsumenten dringend r...

Man kann nur jedem Patienten und Konsumenten dringend raten, wenn er oder sie mehr als ein Medikament nimmt (und gerade viele ältere nehmen ja oft eine zweistellige Anzahl), sich vorab über die möglichen Wechselwirkungen untereinander zu informieren. Kein Arzt kann den vollen Überblick haben, und selbst wenn er für seine von ihm verordneten recherchiert weiss er meist nicht, was der Patient sonst noch an Selbstmedikation zu sich nimmt. Der Beipackzettel wiederum kann niemals alle potentiellen Fälle abhandeln, und zudem veraltet er ja ab Druckdatum, online gestellte Informationen dagegen nicht unbedingt, wenn es seriöse und dauernd gepflegte Quellen sind.

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