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Dickkopf-Gen beschleunigt Alterung des Gehirns

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Denkleistung im Alter – Jetzt fit bleiben

Die Menschen werden immer älter. Doch mit steigendem Alter stellen sich immer mehr körperliche Wehwehchen ein, auch die geistige Beweglichkeit lässt zunehmend nach. Warum dies so ist, fanden nun deutsche Forscher heraus.

Gehirnjogging, Zweisprachigkeit und Co. – immer ausgeklügeltere Methoden sollen das Gehirn im Alter fordern und es so jung halten. Auch pflanzliche Substanzen sollen die Bildung neuer Nervenzellen anregen. In Zukunft könnte eine simple Pille ausreichen, um das Gehirn zum Wachstum zu bringen, die erforderliche Grundlagenforschung wurde nun von Forschern des Deutschen Krebsforschungszentrums (dkfz) in Heidelberg vorgenommen. Die Wissenschaftler gingen der These nach, dass ein bestimmtes Molekül, das „Dickkopf-1″ für das Nachlassen der geistigen Fitness im Alter verantwortlich ist. Ihre Vermutung untersuchten sie an Mäusen unterschiedlichen Alters, bei der Testgruppe, diese bestand aus hochbetagten Mäusen, wurde das entsprechende Molekül dauerhaft ausgeschaltet. Die Nager mussten ihre räumliche Orientierung sowie ihr Erinnerungsvermögen in standardisierten Tests unter Beweis stellen. So mussten sich die Mäuse etwa in einem Labyrinth zurechtfinden. Jüngere Tiere kamen mit dieser Aufgabe generell viel besser zurecht als ältere Nager. Überraschend war jedoch, dass jene Tiere, bei denen das Molekül ausgeschaltet worden war, dieselbe kognitive Leistung erbrachten wie die Jungtiere.

Die Gedächtniszentrale – der Hippocampus

Im Hippocampus werden neue Informationen abgespeichert und bei Bedarf wieder abgerufen. Mit steigendem Alter fällt dies immer schwerer, die Ursache: Es werden immer weniger neue Nervenzellen gebildet. Damit neuronale Nervenzellen gebildet werden können, müssen Stammzellen aktiv werden. In der Umgebung befindliche Moleküle entscheiden, ob es überhaupt zur Entstehung neuer Gehirnzellen kommt. Das Signalmolekül „Wnt“ wirkt hierbei als Verstärker dieses Prozesses, der Gegenspieler „Dickkopf-1″ jedoch verhindert die Neubildung von Zellen. Im Gehirn älterer Nager fanden sich größere Mengen dieses Moleküls, die kognitiven Leistungen waren entsprechend eingeschränkt. Weitere Forschungen sollen nun herausfinden, ob man mit einem Medikament dieses Molekül ausschalten kann. So könnte der Abbau der Gedächtnisleistungen im Alter gezielt verhindert werden.

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