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Viele Kosmetikprodukte mit hormonell wirksamen Substanzen

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Im letzten Jahr haben die Deutschen 12,9 Milliarden Euro für Körperpflegeprodukte und dekorative Kosmetik ausgegeben. Hautcreme, Lippenstift und Sonnencreme – eine aktuelle Studie des Bundes für Umwelt und Naturschutz zeigt nun, dass ein Großteil dieser Produkte mit Schadstoffen belastet ist. Besonders Fans von sehr teuren Produkten sollten nun umdenken.

Produkte der Marktführer besonders oft belastet

Für die nun veröffentlichte Studie wurde eine Datenbank verwendet, in der sich mehr als 60.000 Kosmetikprodukte befinden. Nach der Auswertung der Inhaltsstoffe zeigte sich, dass 30 Prozent mit hormonell wirksamen Substanzen belastet sind. Besonders die oftmals sehr teuren Produkte der Marktführer fielen hier negativ auf, fast jedes zweite Produkt war belastet. Bei den konventionellen Herstellern schnitten vor allem die Eigenmarken gut ab, bei DM etwa waren nur 17 Prozent der untersuchten Produkte belastet. Noch besser kam Naturkosmetik davon, hier waren die Produkte in der Regel unbelastet. Dies ist auch ein Beweis dafür, dass diese Substanzen nicht zwangsläufig nötig sind, um Kosmetik herzustellen. Der Anteil der belasteten Produkte fiel dabei ganz unterschiedlich aus, so waren 36 Prozent der Haarwachse, 33 Prozent der Sonnenschutzmittel sowie 27 Prozent der untersuchten Glosse und Lippenstifte belastet, am wenigsten wurden die Stoffe in Babyshampoos eingesetzt. Besonders dramatisch für den Verbraucher: viele Produkte enthielten nicht einen, sondern mehrere Schadstoffe. Hinzu kommt, dass ja nicht nur ein Kosmetikprodukt täglich zum Einsatz kommt. Shampoo, Creme, Zahnpasta und Duschbad verwendet jeder regelmäßig, ohne genauer darüber nachzudenken. Da sich in vielen anderen industriell hergestellten Produkten des täglichen Bedarfs ebenfalls hochwirksame Chemikalien finden, entsteht bald ein gefährlicher Hormoncocktail im Körper.

Gute Kosmetikprodukte erkennen

Da alle verwendeten Inhaltsstoffe auf der Packung aufgedruckt sein müssen, kann ein gut informierter Verbraucher vergleichen und jene Produkte auswählen, die ohne Schadstoffe auskommen. Mitunter weist eine einfache Hautcreme jedoch mehr als 20 verschiedene Substanzen auf, die Angaben sind standardisiert und daher nur unter ihrem lateinischen, englischen oder chemischen Namen zu finden. Ist die Schrift noch sehr klein und die Zeit knapp, wird der Kauf gesunder Produkte unmöglich. Einfacher wird die Auswahl mit der neuen, kostenlosen „ToxFox-App“ des BUND: Mit dem Handy wird der Barcode eingescannt, anschließend zeigt das Handy an, ob hormonelle Stoffe enthalten sind oder nicht. Eine weitere Möglichkeit ist die Benutzung des Webportals Codecheck.

Hormonelle Substanzen und ihre gesundheitlichen Folgen

Hormonell wirksame Substanzen werden besonders oft als UV-Filter sowie als Konservierungsstoff eingesetzt. Zwar bewegt sich die Verwendung in Kosmetikprodukten im gesetzlichen Rahmen, gesundheitlich unbedenklich sind die Stoffe jedoch nicht. So sorgen sie für eine Verminderung der Spermienqualität, ein früheres Einsetzen der Pubertät und ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs. Vor allem Kinder, Ungeborene im Mutterleib und Jugendliche sind gefährdet, die Weltgesundheitsorganisation bezeichnete diese Substanzen bereits als „globale Bedrohung. Parabene wurden besonders häufig entdeckt, so war das Konservierungsmittel Methylparaben in 24 Prozent der untersuchten Produkte enthalten, Propylparaben fand sich in 18 Prozent der Produkte. Alle Substanzen befinden sich auf der EU-Prioritätenliste potentieller Schadstoffe mit hormoneller Wirkung und dem INCI, in dem System sind alle Stoffe gelistet, die für den Einsatz in Kosmetika zugelassen sind.

Naturkosmetik die bessere Wahl

Dass es auch ohne hormonell wirksame Substanzen geht, zeigen die Hersteller von Naturkosmetik. Einige Naturkosmetika finden Sie hier im McGesund.de-Shop. Sie ersetzen den Schadstoff aber nicht einfach nur, sondern verändern die Rezeptur. Auf diese Weise wird eine Balance der verschiedenen Inhaltsstoffe erreicht, ein Konservierungsmittel ist nicht länger nötig. Hinzu kommt, dass einige Substanzen bereits von Natur aus konservierende Eigenschaften mitbringen, so etwa pflanzliche Öle oder die Extrakte von Heilpflanzen. Ein weiterer Ansatz zur Vermeidung gefährlicher Schadstoffe ist die Umstellung des Produktionsprozesses sowie eine neue Verpackung. Bereits heute bieten einige Hersteller Verpackungen an, bei denen eine Übertragung von Mikroorganismen vom Produkt auf den Verbraucher ausgeschlossen ist.

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Kommentare zu Viele Kosmetikprodukte mit hormonell wirksamen Substanzen

Seit dem ich davon Wind bekommen habe, also seit circa ...

Seit dem ich davon Wind bekommen habe, also seit circa 4 Jahren, stelle ich mir meine Kosmetik selber her und kaufe nur ab und zu, wenn die Zeit es nicht anders zulässt, naturbelassene Produkte. Kosmetik selber machen oder höchstens dort zu kaufen wo man absolut sicher sein kann, dass die „Chemie stimmt“, kann ich nur jedem Empfehlen!
Lieben Gruß
Eva

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