Grauer Star (Katarakt)

Die Augenkrankheit Grauer Star (Katarakt)

Die altersbedingte Linsentrübung

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Der medizinische Begriff Katarakt ist heutzutage bekannt als so genannter Grauer Star. Grau, wegen der Linsentrübung von Betroffenen und Star, wegen dem starren Blick, der vor allem blinden Menschen eigen ist. Das Wort Katarakt bedeutete früher in etwa „Wasserfall“, weil man annahm hinter dem geschädigten Auge würde etwas fließen.
Die Katarakt ist die häufigste Ursache für Erblinden, wenn es nicht behandelt wird. Am häufigsten tritt die altersbedingte Katarakt auf und nur ein Prozent der Ursachen entstehen durch frühkindliche Erkrankungen, wie Mumps und Röteln, oder sind genetisch bedingt, beispielsweise durch das Down-Syndrom oder Trisomie 13 und 15. Die Überzahl an 99 Prozent ist jedoch erworben. Hierbei hauptsächlich durch das Alter (90 Prozent der Patienten sind über 55 Jahre alt) und weiterhin durch Diabetes, Unverträglichkeiten gegen gewisse Zucker (Galaktose), Entzündung, Fremdkörper oder Verletzungen im und am Auge, Erkrankungen der Niere, Tetanus, Muskel- und Hautkrankheiten, postoperative Syndrome, Cortison (medikamentös bedingt) und andere Gifte. Ein Grauer Star wird aber auch durch Strahleneinwirkung beispielsweise Röntgen- und Infrarotstrahlen oder UV-Licht begünstigt.

Symptomatisch ist, sofern nicht angeboren, eine Verschlechterung des Sehvermögens und kann daher lange Zeit unbemerkt bleiben, da es auch schmerzlos ist. Betroffene erklären meist, dass alles farb- und kontrastloser erscheint. Später kommen verschwommenes Sehen hinzu, sowie Blenderscheinungen bei hellem Licht.
Heutzutage werden bei der Diagnose Grauer Star über eine halbe Million Menschen jährlich operiert, wobei mittlerweile kaum noch ernsthafte Risiken zu befürchten sind. Die Operation selbst dauert normalerweise nicht länger als 20 Minuten bei örtlicher Betäubung und 95 Prozent verlaufen ohne Komplikationen.
Für die Operation gibt es zwei Möglichkeiten, entweder wird die komplette Linse entfernt – was heute nur noch selten angewandt wird – oder es wird nur das innere der Linse entfernt und die hintere Kapselwand bleibt bestehen. Dies hat den Vorteil, dass eine natürliche Barriere im Auge erhalten bleibt.
Um das Fehlen der Linse auszugleichen hat man verschiedene Möglichkeiten. Eine eingepflanzte Kunstlinse kommt dem natürlichen Ideal am nächsten, wer jedoch das Risiko einer weiteren Operation nicht eingehen möchte, kann heute mit Kontaktlinsen sehr natürliche Effekte erreichen. Die am wenigsten attraktivste Lösung ist eine so genannte Starbrille.

Tipps zur Vorbeugung gibt es kaum, da sehr viele Faktoren, hauptsächlich aber das Alter, eine Rolle spielen.
Wer seinen Augen jedoch Gutes tun will, kann bei einer gesunden Ernährung auch auf ausreichend Vitamin C, E, B2 und Beta-Karotin achten. Direkten Einfluss kam man letztlich noch in zweierlei Hinsicht ausüben und dadurch das Risiko etwas reduzieren. Zum einen sollte der direkte Kontakt zum Sonnenlicht durch Sonnenbrillen mit UV-Schutz zeitlebens vermieden werden. Und zum zweiten kann man Einfluss nehmen auf die Zufuhr von Giften, wie beispielsweise Alkohol, Nikotin und andere Drogen.